Strategische Ausrichtung

Energiewirtschaft verändert sich grundlegend

Mit der Energiewende, die von Bundestag und Bundesrat beschlossen wurde, ist der Weg klar vorgezeichnet: In Deutschland liegt die Zukunft des Energiemarkts in einer umweltfreundlichen, stärker dezentralen Energieerzeugung. Um den Ausstieg aus der Atomenergie umzusetzen, muss zum einen die Nutzung erneuerbarer Energiequellen ausgebaut und die Energieeffizienz erhöht werden und zum anderen werden flexible konventionelle Erzeugungskapazitäten benötigt.

Den energiepolitischen Entscheidungsprozess zur Energiewende und die Gesetzesnovellen, die damit einhergingen, haben wir intensiv begleitet. Einige der von uns befürworteten Forderungen sind in die Gestaltung der zukünftigen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen eingeflossen.


Die Energiewende bedeutet einen fundamentalen Systemwechsel für die Energiebranche in technologischer, wirtschaftlicher und regulatorischer Hinsicht. In der Stromversorgung wird der Primärenergieverbrauch deutlich sinken: Die Nutzung erneuerbarer Energien wird die konventionelle Erzeugung zunehmend substituieren, daher werden weniger fossile Brennstoffe eingesetzt werden, und die Umwandlungsverluste im Gesamtsystem werden sich verringern. In der Wärmeversorgung wird vor allem der Endenergieverbrauch stark zurückgehen, weil zunehmend Niedertemperaturwärme genutzt werden wird und Gebäude durch Bestandssanierung und Neubauten wesentlich energieeffizienter werden. Eine zentrale Rolle in der Erzeugung von Wärme wird auch weiterhin der Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung einnehmen.

MVV Energie ist als börsennotierte und kommunal verankerte Unternehmensgruppe gut positioniert, um die Chancen und Möglichkeiten aus der gesellschaftlich und politisch gewünschten Energiewende zu nutzen.

Unser Anspruch: Der Zukunftsversorger

Wir sind ein innovatives und marktorientiertes Unternehmen und möchten die zukünftige Energieversorgung in Deutschland mitgestalten. Mit unserem Anspruch als "Der Zukunftsversorger" setzen wir unter der Maxime "langfristig denken und handeln" in unserer Strategie auf Regionalität, Effizienz und Nachhaltigkeit. Auch zukünftig wollen wir eine zuverlässige, wirtschaftliche und umweltfreundliche Energieversorgung für unsere heute rund 1,1 Millionen Kunden aus Industrie, Gewerbe und Privathaushalten gewährleisten. Darüber hinaus wollen wir unseren Anteilseignern gute Perspektiven und den rund 5 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer Unternehmensgruppe auch in Zukunft sichere und attraktive Arbeitsplätze bieten.

Energiewende bestärkt unseren Kurs

Unsere Unternehmensstrategie war bereits vor der Atomkatastrophe in Fukushima im März 2011 auf eine klimafreundliche, umweltschonende und kernenergiefreie Zukunft ausgerichtet. Mit unserem Projekt MVV 2020, das von uns im Jahr 2009 gestartet wurde, haben wir mit klaren strategischen Schwerpunkten die richtigen Weichen gestellt; so haben wir frühzeitig mit dem Ausbau der Nutzung von erneuerbaren Energiequellen und der Erhöhung der Energieeffizienz begonnen.

Unsere strategischen Schwerpunkte sind:

  • Ausbau der Nutzung von Windenergie im Binnenland sowie von Biomasse und Biogas,
  • Ausbau der Fernwärme, der Kraft-Wärme-Kopplung
  • Stärkung von Energiedienstleistungen und Erhöhung der Energieeffizienz für unsere Kunden,
  • Ausbau des nationalen Energievertriebs an Industrie und Gewerbe.

Die Energiewende hat unseren strategischen Kurs bestätigt: Wir haben die richtigen Schwerpunkte gesetzt und sehen für uns infolge der Energiewende hohe Marktchancen. In den nächsten Jahren wird der Wettbewerb um attraktive Standorte und verfügbare Ressourcen stark sein.Wir wollen Chancen, die durch die Neustrukturierung des deutschen Erzeugungsparks entstehen, nutzen, und wir werden Investitionen mit langfristigem Wachstumspotenzial vornehmen und unser Portfolio ergänzen.

Parallel dazu werden wir weitere innovative und energieeffiziente Produkte entwickeln und für die Kunden einen attraktiven Service rund um unsere Energiedienstleistungen bieten.

Beim Ausbau der Windenergie an Land setzen wir gezielt regionale Schwerpunkte. Daher begrüßen wir die Ankündigung vieler Landesregierungen, mehr Fläche für diese erprobte und wirtschaftliche Technologie bereitzustellen.

Neben der Windenergie an Land setzen wir einen besonderen Schwerpunkt bei den erneuerbaren Energien auf die Nutzung von Biomasse. Wir werden insbesondere die Marktpotenziale aktiv nutzen, welche die lokale Strom- und Wärmegewinnung aus Biogas eröffnet und unser Know-how in diesem Bereich einbringen. Zudem birgt die Einspeisung von Biomethan in das Erdgasnetz erhebliches Entwicklungspotenzial.

Investitionen in die Zukunft umgesetzt

Wir haben ambitionierte Investitionsziele: Bis zum Jahr 2020 wollen wir rund 1,5 Mrd Euro in die Modernisierung und Sicherung unserer Anlagen und Netze investieren sowie weitere 1,5 Mrd Euro in den Ausbau der erneuerbaren Energien und in die umweltfreundliche Kraft-Wärme-Kopplung – also in strategische Wachstumsfelder unseres Unternehmens.

Wir befinden uns bereits auf gutem Weg, unsere Wachstumsziele zu erreichen. Das gilt insbesondere für den Ausbau unseres Windenergieportfolios: Mit den Windenergieanlagen Plauerhagen in Mecklenburg-Vorpommern und Massenhausen in Nordhessen ist unsere Unternehmensgruppe erfolgreich in den Windenergiemarkt eingestiegen. Zurzeit investieren wir über unsere Tochtergesellschaft Energieversorgung Offenbach in ein großes Windenergieprojekt mit 23 Windenergieanlagen am Standort Kirchberg in Rheinland-Pfalz. Mithilfe dieser Windenergieanlagen, die im 1. Quartal 2011/12 ans Netz gehen werden, steigt die installierte Windenergiekapazität unserer Gruppe auf 73MW und die aus Windenergie erzeugte Jahresmenge auf rund 160 GWh.

Auch bei der Nutzung von Biomasse haben wir Fortschritte erzielt: Die Energieversorgung Offenbach hat im Mai 2011 ihr neues Holzpelletwerk in Betrieb genommen, das zu den größten Produktionsanlagen für Pellets in Deutschland gehört. Momentan werden dort pro Jahr 65 000 Tonnen Pellets hergestellt.

Im Geschäftsjahr 2010/11 ist uns darüber hinaus der Einstieg in die Produktion von Bioerdgas gelungen – ein neues Geschäftsfeld, das wir gemeinsam mit Partnern ausbauen werden. Wir beteiligen uns an einer Biomethananlage, die sich bereits im Bau befindet. Voraussichtlich wird die Anlage in Klein Wanzleben (Sachsen-Anhalt) bereits ab Sommer 2012 Biomethan erzeugen und in das Erdgasnetz einspeisen – aus etwa 60 000 Tonnen Maissilage und Zuckerrübenschnitzel werden jährlich rund 6,3 Mio Kubikmeter Biomethan entstehen.

Fernwärme und Kraft-Wärme-Kopplung sind und bleiben zentrale Bestandteile unserer langfristig ausgerichteten Wachstumsstrategie: Derzeit erzeugen wir 28% unseres Stroms in Kraft-Wärme-Kopplung. Damit haben wir das bundesweite Ausbauziel von 25% bis zum Jahr 2020 bereits übertroffen! Im Wärmebereich erzeugen wir sogar rund 90% aus der Kraft- Wärme-Kopplung.

Mit dem Bau von Block 9 im Grosskraftwerk Mannheim (GKM) schaffen wir die Grundlagen dafür, die Versorgungssicherheit, den Ausbau und die weitere Verdichtung der Fernwärme in der Metropolregion Rhein-Neckar langfristig gewährleisten zu können. Block 9 zählt in Deutschland zu den modernsten Steinkohleblöcken – dank der effizienten Kraft-Wärme-Kopplung wird er eine Brennstoffausnutzung von bis zu 70% erreichen.

Wir bauen die Fern- und Nahwärmeerzeugung in Kraft-Wärme- Kopplung und die Fernwärmenetze an den Standorten Mannheim, Kiel, Offenbach und Ingolstadt weiter aus. Im Juli 2011 wurde der neue Abwärme- und Fernwärmeverbund in Ingolstadt in Betrieb genommen; im Juni fand der erste Spatenstich für den Fernwärmeausbau nach Brühl statt.

Auch in unserem tschechischen Teilkonzern investieren wir in technische Erweiterungen an bestehenden Wärmeerzeugungsanlagen und in den Bau von gasgestützten Kraft-Wärme- Kopplungsanlagen in Èeská Lípa. Im Juli 2011 konnte die MVV Energie CZ a.s. ein Heizkraftwerk mit Abfallverwertungsanlage in der Stadt Liberec übernehmen und so ihre Position im tschechischen Wärmemarkt weiter stärken.

In unserem Umweltgeschäft ist uns der Markteintritt in Großbritannien gelungen: Wir haben den Zuschlag für den Bau und den langfristigen Betrieb einer thermischen Abfallverwertungsanlage in Plymouth erhalten; mit unserem umfassenden Know-how in der ökologischen Verwertung von Abfällen können wir uns nun im britischen Markt positionieren. Ab 2014 sollen in der neuen Anlage jährlich rund 245 000 Tonnen Abfälle aus Haushalten, Gewerbe und Industrie zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt werden.

Im Energiedienstleistungsgeschäft konzentrieren wir uns vor allem auf Projekte und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Energieoptimierung für Industrie, Gewerbe, Immobilienwirtschaft und Gesundheitswesen sowie auf den Betrieb von Industrieparks.

In der Metropolregion Rhein-Neckar haben wir uns mit 25,1% an der Stadtwerke Walldorf GmbH, die einen Jahresumsatz von rund 18 Mio Euro erzielt, beteiligt. Die neue, ab Januar 2012 wirksame strategische Partnerschaft ist für uns ein wichtiger Schritt, um unser Engagement in dieser Kernregion zu stärken und auszubauen.

Kernpunkt unserer Wachstumsstrategie ist es ebenfalls, unseren überregionalen Strom- und Gasvertrieb mit Industrie- und Firmenkunden weiter auszudehnen. Mit unserem erfolgreichen Produkt Energiefonds Strom/Gas ermöglichen wir auch kleineren und mittelständischen Industrie- und Gewerbekunden den einfachen und kostengünstigen Zugang zu einer strukturierten Beschaffung.

Solide Finanzbasis für Investitionen

Die MVV Energie Gruppe verfügt über eine starke Eigenkapitalbasis: Zum 30. September 2011 lag die bereinigte Eigenkapitalquote bei 39,5%. Auf dieser soliden Grundlage können wir zukünftige Investitionen durch die Neuaufnahme von zusätzlichem Fremdkapital nachhaltig finanzieren.

Bestandsgeschäft konsequent optimieren

Wir wollen durch effizientere Strukturen und Prozesse besser und schneller werden und nachhaltig Kosten einsparen. Damit schaffen wir die Voraussetzungen, um sämtliche Schritte für unser geplantes strategisches Wachstum finanzieren und realisieren zu können. Im Rahmen des Konzernprogramms "Einmal gemeinsam" hatten wir zahlreiche Maßnahmen dafür erarbeitet, die wir im Berichtsjahr zielstrebig umgesetzt haben. Die Maßnahmen zur Optimierung der internen Prozesse und Abläufe in unserem Bestandsgeschäft konzentrieren sich auf die Gesellschaften in Mannheim, Kiel und Offenbach sowie auf die Teilkonzerne MVV Energiedienstleistungen und MVV Umwelt. In diesem Zusammenhang wurden im 1. Quartal 2010/11 Restrukturierungsaufwendungen von rund 31 Mio Euro erfasst.

Welche Strukturellen Änderungen wurden umgesetzt?

Bei einigen Organisationseinheiten der MVV Energie AG am Standort Mannheim haben wir Organisationsstrukturen verändert und Aufgaben anders zugeschnitten. Im neu geschaffenen Bereich Erzeugung bündelten wir das Management der bestehenden Kraftwerke und den Aufbau zusätzlicher Erzeugungskapazitäten, die vorrangig auf erneuerbaren Energien basieren. Mit einer neuen Organisationsstruktur haben wir die Prozesse in den Bereichen Infrastrukturservice und Vertrieb optimiert, die Effizienz gesteigert und die Wettbewerbsfähigkeit dieser Bereiche gestärkt.

Unseren Teilkonzern MVV Energiedienstleistungen haben wir strategisch, organisatorisch und personell neu ausgerichtet – mit wirtschaftlicher Wirkung zu Beginn des Geschäftsjahres 2010/11. Wir haben die legalen Einheiten verringert und so Stellen abgebaut; in Verbindung mit schlankeren Strukturen und standardisierten Prozessen wird dies die Kostenstruktur nachhaltig verbessern. Eine Voraussetzung, um in den nächsten Jahren ein positives Umfeld im Energiedienstleistungsmarkt nutzen zu können.

Weitere Effizienzsteigerungen werden wir erreichen, indem unsere Shared Services Gesellschaften 24/7 United Billing GmbH, 24/7 Metering GmbH und 24/7 IT-Services GmbH enger zusammenarbeiten und einheitlich gesteuert werden. Zu Jahresbeginn 2011 wurden sie in der neu gegründeten Shared Services Center GmbH (SSC) gebündelt. Konkurrenzfähige Kosten und eine hohe Qualität der operativen Leistungen unserer Shared Services sind ein unverzichtbarer Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit der MVV Energie Gruppe. Sie sind zudem ein zentraler Bestandteil unseres Anspruchs, die gesamte Wertschöpfungskette der Energiewirtschaft innerhalb unserer Unternehmensgruppe zu erhalten – denn so können wir schneller auf neue Anforderungen reagieren.

Im letzten Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 haben wir die Vorstandszuständigkeit für den Teilkonzern MVV Energiedienstleistungen in das Vertriebsressort verlegt. Gleichzeitig hat der Vorstandsbereich Technik die Zuständigkeit für alle strategischen Beteiligungen übernommen.

Welche Kosteneinsparungen haben wir bereits erreicht?

Die jährlichen Kosteneinsparungen aus dem Konzernprogramm „Einmal gemeinsam“ werden in den kommenden Berichtsperioden ansteigen. Gegenüber den vergleichbaren Planwerten aus dem Geschäftsjahr 2009/10 wollen wir bis zum Geschäftsjahr 2012/13 pro Jahr ein Einsparvolumen zwischen 20 und 30 Mio Euro erzielen. Da wir uns auf der Personalseite auf einen sozialverträglichen Stellenabbau verständigt haben – der im Wesentlichen auf Altersteilzeitregelungen beruht –, verteilen sich die Kosteneinsparungen beim Personal planmäßig über einen längeren Zeitraum.

Bis zum Jahr 2020 werden wir innerhalb unserer Unternehmensgruppe netto 450 Stellen sozialverträglich einsparen – knapp 300 Stellen davon bereits bis zum Jahr 2012: Wir werden nicht mehr benötigte Stellen abbauen, unbesetzte Stellen streichen und weitere Maßnahmen durchführen.

Welche weiteren Maßnahmen haben wir angestoßen?

Unser Anspruch "Der Zukunftsversorger" zu sein, schließt den Anspruch nach kontinuierlichen Verbesserungen mit ein. Im Rahmen des Konzernprogramms "Professionell optimieren (Pro!)", das an den Standorten Mannheim, Kiel und Offenbach integriert wird, wollen wir die dokumentierten internen Prozesse und Abläufe in unserem Bestandsgeschäft kontinuierlich verbessern. Der Einkauf leistet einen wesentlichen Beitrag zur Wertsteigerung innerhalb unserer Unternehmensgruppe: Wir haben unser Risikomanagement genutzt, um unser Lieferantennetzwerk in Zeiten steigender Rohstoffpreise konsequent weiterzuentwickeln. Gleichzeitig haben wir die Einkaufsschnittstellen in unserem Unternehmen optimiert und die standortübergreifende Zusammenarbeit verbessert. Wir verlangen von unseren Lieferanten, dass sie die für uns relevanten Nachhaltigkeitskriterien einfordern.

Change-Programm "Kurs Zukunft" gestartet

Nachdem wir das Konzernprogramm "Einmal gemeinsam" erfolgreich abgeschlossen haben, ist unser nächster Schritt, die Zusammenarbeit in der MVV Energie Gruppe nachhaltig zu vertiefen. Dazu haben wir im Berichtsjahr das Change-Programm "Kurs Zukunft" aufgelegt.

Jedes Energieversorgungsunternehmen und jedes Stadtwerk in unserer Unternehmensgruppe ist als eigenständiges kommunales Unternehmen auch Impulsgeber in seiner Region. Diese lokale und regionale Verankerung und Identität sowie die regionalen Marken und Partnerschaften wollen wir in enger und vertrauensvoller Abstimmung mit unseren kommunalen Partnern vor Ort bewahren und weiter ausbauen.

Wir stellen die Steigerung der Effizienz unserer Gruppe in den Mittelpunkt unseres unternehmerischen Handelns. Das Know-how in unseren Unternehmen wollen wir gegenseitig zum Wohle aller nutzen und voneinander lernen. Deshalb arbeiten wir sachorientiert an gemeinsamen Lösungen und an unserer operativen Exzellenz. Wir setzen uns ambitionierte Ziele und arbeiten konsequent daran, sie zu erreichen.

Dies ist eine solide Basis, um mit unseren gemeinsamen Stärken die Chancen der Zukunft zu nutzen. Wir wollen die standortübergreifend beste Lösung finden. Damit stärken wir die Wettbewerbs- und Wachstumsfähigkeit jedes einzelnen Unternehmens – und unserer Gruppe insgesamt.

Unser Handeln als Zukunftsversorger ist neben Regionalität und Effizienz auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Wir wollen den Wert unserer Unternehmen kontinuierlich steigern und unser Geschäftsmodell so weiterentwickeln, dass langfristig ein wirtschaftlicher Erfolg erreicht wird. Dabei verfolgen wir gleichermaßen ökonomische, ökologische und soziale Ziele. Nachhaltigkeit bedeutet darüber hinaus für uns, eine stimmige Balance zu finden aus Bewährtem und Neuem, aus kurzfristigen Notwendigkeiten und langfristigen Perspektiven, aus Optimierung und Wachstum sowie aus Sicherheit und Innovation.

Neuer Planungs- und Steuerungsansatz umgesetzt

Parallel zu unserer strategischen Neuausrichtung haben wir einen neuen unternehmensinternen Planungs- und Steuerungsansatz entwickelt. Ab dem Berichtsjahr plant und steuert die MVV Energie Gruppe entlang sämtlicher Wertschöpfungsstufen – von der Erzeugung und den Netzen über den Handel bis hin zu Vertrieb und Energiedienstleistungen. Damit können wir die geschäftsbezogenen Chancen und Risiken klar bewerten, die Erfolgsfaktoren und Hebel zur Effizienzsteigerung in den einzelnen Wertschöpfungsstufen nutzen und den Konzern insgesamt besser lenken.

Seit Beginn des Geschäftsjahres 2010/11 erläutern wir die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der MVV Energie Gruppe anhand der neuen Berichtssegmente, die an die Stelle der bisherigen produktorientierten Segmente Strom, Wärme, Gas, Wasser, Energiedienstleistungen und Umwelt treten.

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