Funktionsweise des Energiebutlers

Einflüsse auf den Strompreis

Strom kann nach wie vor nur mit großen Verlusten gespeichert werden. Die Herausforderung besteht darin, Erzeugung und Verbrauch immer im Gleichgewicht zu halten. Schwankungen dieses Gleichgewichtes spiegeln sich in den Strompreisen an der Strombörse wider: Ein großes Angebot bei geringem Verbrauch kann den Preis pro Kilowattstunde zeitweise schon mal auf Null sinken lassen; umgekehrt lag der Preis bei geringer Erzeugung und großem Verbrauch auch schon bei 2 Euro pro kWh. Mit einem wachsenden Anteil regenerativer Energien wie Wind- und Sonnenenergie werden die Schwankungen auf der Stromerzeugungsseite sogar noch zunehmen.

Für Privatkunden schwankt der Strompreis bisher nicht: Strom kostet rund um die Uhr gleich viel. Wenn der Kunde jedoch einen Anreiz hätte, seinen Stromverbrauch auf Zeiten zu verlagern, in denen das Angebot groß und die Nachfrage klein sind, könnte der Energieversorger günstiger Strom einkaufen und diesen Preisvorteil an seine Kunden weitergeben.

Diese neuen Strukturen werden im weiterführenden Projekt Modellstadt Mannheim untersucht. Aufbauend auf den Erkenntnissen mit dem Energiebutler wird für die Modellregion Mannheim der Energiemarkt der Zukunft schon heute getestet. Lesen Sie mehr.

Die Idee

Unseren Praxistest-Kunden haben wir einen Stromtarif zur Verfügung gestellt, bei dem der Preis über den Tag variiert. Somit konnte der Kunde sparen, wenn er Strom zu günstigen Zeiten verbrauchte. Und dabei half ihm der Energiebutler, der automatisch große Stromverbraucher wie Trockner und Kühlgeräte nur dann einschaltete, wenn Strom günstig ist.

Das Prinzip

Über einen DSL-Internetzugang bekamen die Kunden einmal pro Tag von MVV Energie die Information über den Preisverlauf des nächsten Tages. Aus diesem Preisverlauf errechnete die zentrale Steuereinheit einen optimalen Einsatzplan für die angeschlossenen Geräte.

Im Praxistest waren folgende Großgeräte angeschlossen: Waschmaschine, Trockner, Geschirrspüler sowie Kühl- und Gefriergeräte.

Zum vorgegebenen Zeitpunkt gab die zentrale Steuereinheit einen Funkimpuls an die entsprechende Schaltbox. Diese schaltete dann den Strom für das jeweils angeschlossene Gerät ein. Der Kunde hatte jederzeit die Möglichkeit, die Automatik abzuschalten und wie gewohnt die Geräte manuell zu bedienen.


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