12. Februar 2016| Unternehmensgruppe

MVV Energie mit positiver Ergebnisentwicklung

Operatives Ergebnis steigt im 1. Geschäftsjahresquartal 2015/16 auf 103 Millionen Euro - MVV Energie Vorstandsvorsitzender Dr. Georg Müller: "Bis 2025 können erneuerbare Energien in Deutschland 55 Prozent der Stromerzeugung erreichen."

Das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie (WKN: A0H52F, ISIN: DE000A0H52F5) hat im 1. Quartal seines laufenden Geschäftsjahres 2015/16 (1. Oktober - 31. Dezember 2015) die angekündigte positive Ergebnisentwicklung geschafft. Wie das Unternehmen am Freitag bei der Vorlage des Zwischenberichts in Mannheim mitteilte, stieg das operative Ergebnis (Adjusted EBIT) im Vorjahresvergleich von 64 auf 103 Millionen Euro.

Nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden Dr. Georg Müller sorgten vor allem die beiden neuen Kraftwerke in England und die Zahlen des rheinland-pfälzischen Projektentwicklers für erneuerbare Energien Juwi, an dem MVV Energie seit gut einem Jahr mehrheitlich beteiligt ist, für das gute Ergebnis. Daneben lieferten auch neue, im Laufe des letzten Jahres in Betrieb genommene Erneuerbare-Energien-Anlagen - neue Windparks und die beiden neuen Biomethananlagen in Staßfurt und Barby - sowie ein gegenüber dem Vorjahr gestiegenes Windaufkommen der eigenen Windparks positive Ergebnisbeiträge.

Mit Blick auf die Projektentwicklung erneuerbarer Energien hob Dr. Müller hervor, dass in den Monaten Oktober bis Dezember im Gegensatz zu den ersten drei Kalenderquartalen, die naturgemäß die Zeit für Planung, Entwicklung und Bau von Anlagen sind, viele Projekte fertiggestellt und abgerechnet werden. "In diesem Quartal machen Projektentwickler wie Juwi oder Windwärts den weit überwiegenden Teil ihres Ergebnisses. Januar bis September sind dagegen kostengeprägt - sowohl von Sach- als natürlich auch von Personalkosten." Juwi sei nach dem Ergebniseinbruch zwischen 2012 und 2014 seit 2015 auf dem richtigen Weg.

In der Umsatzentwicklung von MVV Energie macht sich dies noch nicht bemerkbar, da die Juwi-Beteiligung erst ab Mitte Dezember vollkonsolidiert wird. Entsprechend liegt der Umsatz von MVV Energie im 1. Quartal des Geschäftsjahrs 2015/16 mit 940 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Damit konnte das Unternehmen mit den höheren Umsatzerlösen aus den neuen Anlagen Einbußen wegen der milden Witterung und weiter gesunkener Großhandelspreise ausgleichen.

Wie beim Adjusted EBIT verzeichnet MVV Energie auch beim Vorsteuerergebnis (Adjusted EBT) im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres ein Plus von 54 auf 90 Millionen Euro. Der Gewinn, also der bereinigte Periodenüberschuss nach Fremdanteilen, stieg im Vorjahresvergleich um 22 auf 54 Millionen Euro. Das entspricht einem bereinigten Ergebnis je Aktie von 0,82 Euro gegenüber 0,48 Euro im selben Vorjahresquartal. Und auch die Mitarbeiterzahlen sind mit den neuen Beteiligungen und Anlagen gestiegen: Mit 6.268 Mitarbeitern beschäftigte die Unternehmensgruppe Ende 2015 rund 20 Prozent oder 1.035 Mitarbeiter mehr als zwölf Monate zuvor.

Für das gesamte Geschäftsjahr bestätigte das Unternehmen den positiven Ausblick seiner Ergebnisprognose. Danach erwartet MVV Energie aus operativer Sicht einen Anstieg des Adjusted EBIT um etwa 15 Prozent. Im Vorjahr hatte das Unternehmen ein operatives Ergebnis von 175 Millionen Euro erreicht. Auch beim Umsatz geht MVV Energie von einem Anstieg auf über 4 Milliarden Euro in diesem Geschäftsjahr aus. Dabei wirkt sich auch die Vollkonsolidierung der Juwi-Beteiligung ab Mitte Dezember aus.

Investitionstempo bleibt hoch
Für MVV Energie sind die positiven Unternehmenszahlen Ergebnis der bereits vor sechs Jahren eingeleiteten strategischen Neuausrichtung: "Wir haben sehr früh die richtigen Weichen für unser Unternehmen gestellt", so Dr. Müller, "und ernten damit jetzt die Früchte unserer Investitionen in die Energiewende." Fast drei Milliarden Euro hat die Unternehmensgruppe in den letzten Jahren in den Ausbau der erneuerbaren Energien sowie in die Stärkung der Energieeffizienz und der Kraft-Wärme-Kopplung in Verbindung mit der umweltfreundlichen Fernwärme investiert und gleichzeitig neue, zukunftsorientierte Geschäftsmodelle entwickelt. "Wir haben mit der intelligenten Verknüpfung von erneuerbaren und konventionellen Energien erfolgreich eine Vorreiterrolle für den Umbau der Energieversorgung in Deutschland übernommen", betonte der MVV Energie Vorstandsvorsitzende. "Wir halten das Tempo hoch und werden dazu in den kommenden Jahren weitere drei Milliarden Euro investieren."

Erneuerbaren-Ausbau nicht abwürgen
An die Politik appellierte Dr. Müller daher, "den rund laufenden Motor des Ausbaus der ereuerbaren Energien jetzt nicht abzuwürgen, sondern die Dynamik zu halten". So müsse gerade die Windkraft an Land mit ihren Vorteilen bei Wirtschaftlichkeit und Netzsicherheit weiterhin bundesweit ausgebaut werden. Dazu forderte er bei der Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes eine Verringerung der Einstiegsschwelle des Referenzertrages von 70 auf 65 Prozent sowie eine Erhöhung des jährlichen Ausschreibungsvolumens von den bisher vorgesehenen 2,0 Gigawatt brutto auf 2,5 Gigawatt netto. Dr. Müller: "Damit können wir die Ausbaugeschwindigkeit verstetigen und das seit 2010 nicht angepasste Ziel, mit den erneuerbaren Energie bis 2025 einen Anteil von 45 Prozent an der Stromerzeugung in Deutschland zu erreichen, auf 55 Prozent erhöhen."

Kennzahlen des MVV Energie Konzerns
1. Oktober 2015 - 31. Dezember 2015
       
in Mio Euro 1.10.2015 bis 31.12.2015 1.10.2014 bis 31.12.2014 % Vorjahr
       
Umsatz und Ergebnis      
Umsatz ohne Energiesteuern 940 941 0
Adjusted EBITDA1 147 102 + 44
Adjusted EBIT1 103 64 + 61
Adjusted EBT1 90 54 + 67
Bereinigter Periodenüberschuss1 64 38 + 68
Bereinigter Periodenüberschuss nach Fremdanteilen1 54 32 + 69
Bereinigtes Ergebnis je Aktie1 in Euro 0,82 0,48 + 71
Cashflow      
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit - 21 9 -
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit je Aktie in Euro - 0,31 0,14 -
Kapitalstruktur      
Bereinigte Bilanzsumme (zum 31.12.2015 bzw. 30.09.2015)2 4 690 4 073 + 15
Bereinigtes Eigenkapital (zum 31.12.2015 bzw. 30.09.2015)2 1 496 1 376 + 9
Bereinigte Eigenkapitalquote (zum 31.12.2015 bzw. 30.09.2015)2 31,9% 33,8% - 6
Nettofinanzschulden (zum 31.12.2015 bzw. 30.09.2015) 1 480 1 341 + 10
Investitionen      
Investitionen gesamt 79 191 - 59
davon Wachstumsinvestitionen 56 157 - 64
davon Bestandsinvestitionen 23 34 - 32
Beschäftigte      
Mitarbeiter (Anzahl (zum 31.12.2015 bzw. 31.12.2014)3 6 268 5 233 + 20
1  Ohne nicht operative Bewertungseffekte aus Finanzderivaten, ohne Strukturanpassung Altersteilzeit und mit Zinserträgen aus Finanzierungsleasing
2  Ohne nicht operative Bewertungseffekte aus Finanzderivaten
3  Korrektur im Vorjahr

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